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Die jüngste der vier Sparten des Landestheaters Linz (Oper, Schauspiel, Ballett) ist das Theater für junges Publikum. Vom seinerzeitigen Intendanten Michael Klügl im September 1998 begründet, bespielte die kleine Sparte den ehemaligen Theaterkeller im Landeskulturzentrum Ursulinenhof - daher "u\hof:". TORTUGA 1998/99Die Schauspieldramaturgin Jutta M. Staerk übernahm mit einem Ensemble von drei SchauspielerInnen (siehe Spalte rechts) sowie Verstärkung aus dem Schauspielensemble die künstlerische Leitung, und etablierte neben dem eigenen Jahresheft und dem eigenen Leporello mit der Theaterpädagogin und Dramaturgin Sieglinde Roth ein vielfältiges theaterpädagogisches Angebot, u.a. eine Reihe von Theaterspielclubs. Roth wurde 2000 von Anke Held abgelöst, die den u\hof: über die Jahre stark geprägt hat. OHNE SCHUH 1999/2000 Jutta M. Staerk wies bereits im allerersten Jahresheft des u\hof: darauf hin, dass sich die Sparte durchaus auch an ein erwachsenes Publikum wendet: "Denn wer wäre als Erwachsener plötzlich unempfänglich geworden für Poesie und Phantasie, wer möchte schon auf einfache, aber ausdrucksstarke Geschichten verzichten, nur weil er die 16 überschritten hat?" Das Poetische und Phantastische prägte denn auch die drei Spielzeiten des u\hof: unter Staerk - Geschichten von Piraten ("Tortuga"), Tieren ("Spatz Fritz", "Der dickste Pinguin vom Pol"), Sagen und historischen Figuren ("Robin Hood", "Ohne Schuh"). DIE FÜRCHTERLICHEN FÜNF 2000/01 In der Spielzeit 2001/2002 wurde Staerk als Leiterin von Regisseurin Heidelinde Leutgöb abgelöst, die bereits auf zwei erfolgreiche Arbeiten im u\hof: verweisen konnte - "Die fürchterlichen Fünf " und "Cyrano". Staerk baute ihrerseits in Konstanz unter Dagmar Schlingmann eine neue Kinder- und Jugendtheaterschiene auf. DIE SCHAUKEL2001/02 In den sechs Spielzeiten von Leutgöbs Amtszeit schaffte sie es, den u\hof: als Schlagwort für qualitätsvolles junges Theater zu etablieren, über die Grenzen Oberösterreichs hinaus. Sie richtete das Augenmerk verstärkt auf die 10- bis 14-Jährigen und hatte ein besonderes Flair für "unbequeme" soziale Thematiken, die sie hochtheatralisch und nahbar umzusetzen verstand: Gewalt gegen Frauen ("Die Schaukel") und bei Jugendlichen ("Stones"), Alkoholismus ("Onysos Kinder"), das Schlachtfeld Schule ("Klamms Krieg"), Obdachlosigkeit ("Nebensache") und Essstörungen ("Schmetterling"). STONES 2002/03 Aber auch sonst spannte sie programmatisch einen weiten Bogen, vom Musical ("Blutiger Honig") bis zur Klassikerbearbeitung ("Romeo und Julia"), und holte eine große Anzahl talentierter junger RegisseurInnen und AusstatterInnen an den u\hof. Unter Leutgöb bespielte der u\hof: auch erstmals die Spielstätte Eisenhand (meist bei Jugendstücken ab 15). Die Auslastungszahlen lagen in ihrer letzten Spielzeit bei 94,21% und sprechen für sich. WAS IST LOS MIT DANIELA DUNOZ? 2003/04 2002 kam eine eigene Dramaturgin ins u\hof: Team - Amelie Mallmann gab 2005 Sonja Fröhlich das Ruder in die Hand. Im Bereich Organisation und Verkauf wurde Christiane Bähr 1999 von Eva Haunschmid abgelöst. Sie und Susanne Höchtel, die 2001 das Büroteam verstärkte, jonglieren Anrufe, Bestellungen, Termine, Deadlines und vieles mehr - bei ihnen laufen im Büro alle Fäden zusammen. 2005 trat Rebecca Hofbauer als Regieassistentin des u\hof: an (nach Christopher Hempel, Karl Lindner und Yvonne Schwartz) und ist ein eben so wichtiger und dynamischer Teil des Teams geworden, zumal sie mit 2007 auch theaterpädadgogische Aufgaben mit übernommen hat. ROMEO UND JULIA 2005/06 Unter der neuen Intendanz von Rainer Mennicken (ab Herbst 2006) wurden auch die anderen Sparten des Landestheaters im Bereich Theater für Kinder und Jugendliche aktiv. In der aktuellen Spielzeit 2007/2008 werden neben dem traditionellen Weihnachtsmärchen des Schauspiels zwei Kinderopern und ein Ballett für Kinder zu sehen sein - mit den 9 Neuproduktionen und Wiederaufnahmen des u\hof: gibt es somit 13 Produktionen für Kinder und Jugendliche am Landestheater Linz - über ein Viertel des Gesamtspielplans! DIE FEUERROTE FRIEDERIKE 2006/07 Mit Herbst 2007 verabschiedeten sich Heidelinde Leutgöb und Sonja Fröhlich nach Hannover, wo Leutgöb erste künstlerische Leiterin des jungen schauspielhannover wurde. Ihr Nachfolger Henry Mason, kurzfristig im Dezember 2006 bestellt, hatte ebenfalls bereits im u\hof: gearbeitet, als Regisseur ("Coriolan"), Autor ("Jäzz & Jäzzica") und Schauspieler ("Blutiger Honig", "Romeo und Julia") - sowie in der Oper (u.a. die Kinderoper "Die feuerrote Friederike"). Seine neue Dramaturgin Diana Madeheim und Theaterpädagogin Anja Roß als Karenzvertretung von Anke Held (bis März 2008) komplettieren das dritte Leitungsteam des u\hof:
Mason zeigt in seiner ersten Spielzeit gleich drei Uraufführungen, davon zwei Stückentwicklungen. Der u\hof: soll in Zukunft auch eine Stückeschmiede für qualitätsvolles und unterhaltsames junges Theater werden. Masons Einstand feierte er mit seiner Adaption und Inszenierung von Voltaires "Candide" als Rock-Pop-Comic mit Live-Band - erstmals war dabei der u\hof: in den Kammerspielen zu erleben. Eine Nagelprobe für die Zukunft, da geplant ist, dass die Sparte Theater für junges Publikum mit Neubau des Musiktheaters an der Blumau die Kammerspiele übernimmt.
CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS 2007/08
Mit Ende der Spielzeit 2008/2009 wechselte Henry Mason als Oberspielleiter ans Theater der Jugend, Wien. Der Schauspieler Matthias Hacker üersiedelte ebenfalls nach Wien. Diana Madeheim wechselte als Dramaturgin ans Festspielhaus in St. Pölten. Mit Beginn der Spielzeit 2009/2010 bekam der u\hof: einen neuen Leiter: Holger Schober, der erste Leiter übrigens, der eigene Kinder hat. Der gebürtige Grazer will den u\hof: auch weiterhin zur Stückeschmiede machen. Die neue Spielzeit eröffnete Schober mit der Uraufführung seines Stücks "Frankensteins Sohn", bei dem er sich gleichzeitig als Regisseur vorstellte. FRANKENSTEINS SOHN 2009/10
Ein neues Gesicht auf der Bühne gibt es mit Ralf Wegner. Er bekam in Schobers Theaterstück "Clyde und Bonnie" den STELLA09 Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum für seine herausragende darstellerische Einzelleistung. In "Frankensteins Sohn" (Autor und Regie: Holger Schober) sowie in der Wiederaufnahmepremiere der Erfolgsproduktion "Wir sind Linz" (Konzept und Regie: Henry Mason) stand er erstmals auf den Brettern der beiden u\hof:-Spielstätten. Als Dramaturgin kam die gebürtige Wienerin und in Linz aufgewachsene Elisabeth Strauß, die zuletzt als Leiterin des Kinder- und Jugendtheaters sowie Theaterpädagogin am Mainfranken Theater Würzburg tätig war. Mit Shakespeares Klassiker "Romeo und Julia", einer Koproduktion von u\hof: und Schauspiel, debütiert das Ensemble des u\hof: erstmals im Großen Haus, Regie führt Schauspieldirektor Gerhard Willert. Im u\hof: feierte das Bollywoodmusical "Shanti und der Tiger" von Dana Csapo und Holger Schober (Regie: Dana Csapo) Premiere. Nora Dirisamer steht dabei als Titelfigur zum letzten Mal als festes Ensemblemitglied auf der u\hof: Bühne. SHANTI UND DER TIGER 2009/10 Seit Anfang April 2010 ist Katrin Maiwald als Karenzvertretung (bis vorauss. Februar 2011) für den Bereich Theaterpädagogik und Dramaturgie zuständig. Wir sind STELLA!am 16. April 2010 hatte das Bangen ein Ende: Die u\hof: Produktion "Moby Dick" bekam den STELLA10 Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum als Herausragende Produktion für Kinder. Aus der Laudatio der Jury: " Der Produktion gelingt der unglaubliche Spagat zwischen der Literatur Melvilles und dem Trash der Straße. Sie entwickelt eine überbordende Spielwut, geht mit musikalischen Elementen und Mitteln der Ausstattung genauso virtuos um wie mit dem steten Wechsel der Spielebenen." MOBY DICK 2009/2010
Reinhold G. Moritz wurde zudem mit dem STELLA10 für seine herausragende darstellerische Einzelleistung ausgezeichnet.
Mit Verboten der verschiedensten Art setzten sich 16 Jugendliche unter der Leitung von Holger Schober und Rebecca Hofbauer auseinander. Herausgekommen ist eine schräge Show mit dem Titel "Küssen verboten", die mit großem Erfolg im u\hof: gespielt wird.
 KÜSSEN VERBOTEN! 2009/10
In der Spielzeit 2010/11 gibt es am u\hof: neue Gesichter vor und hinter der Bühne. Die beiden Schauspielerinnen Katharina Halus und Katharina Wawrik sowie dem Hamburger Schauspieler Bastian Dulisch komplettieren nun das Team auf der Bühne. Als neuer Regieassistent zeichnet Kevin E. Osenau für die Probenabläufe verantwortlich. Erster neues Stück im u\hof: ist die Uraufführung "Schmiere stehn" von Jörg Menke-Peitzmeyer.
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Die u\hof: Ensembles
1998 - 2000 Nadja Brachvogel, Nina Schopka, Georg Mitterstieler
2000 - 2003 Nicola Trub, Matthias Hack, Peter Pausz
2003/2004 Daniela Dett, Nicola Trub, Matthias Hack, Peter Pausz
2004/2005 Daniela Dett, Nora Dirisamer, Daniel Ruben Rüb, Manuel Rubey
2005 - 2008 Daniela Dett, Nora Dirisamer, Daniel Ruben Rüb, Matthias Hacker
2008/2009 Daniela Dett, Nora Dirisamer, Tobias Graupner, Matthias Hacker, Christiane Schulz, Daniel Ruben Rüb
2009/2010 Nora Dirisamer, Tobias Graupner, Christiane Schulz, Ralf Wegner
2010/2011 Bastian Dulisch, Katharina Halus, Katharina Wawrik, Ralf Wegner
Gäste Andreas Baumgartner, Daniella Böhm, Christopher Hempel, Ingrid Höller, Janko Kahle, Sven Kaschte, Ingmar Klose, John F. Kutil, Thomas Jansen, Henry Mason, Reinhold G. Moritz, Sebastian Pass, Thomas Pohl, Bettina Reifschneider, Martin Müller-Reisinger, Alfred Rauch, Alice M.Schneider, Rotraud Söllinger-Letzbor, Gerti Tröbinger, Barbara Willensdorfer - und vor allem als Maulwurf in Erinnerung: Joachim Wernhart
sowie Mitglieder des Schauspielensembles des Landestheaters Linz und ehemalige Mitglieder der u\hof: Ensembles
sowie unsere Jungdarsteller aus "Küssen verboten!" Lena Holzer, Alexander Höpfl, Ursula Jetschgo, Elen Kischojan, Christine Linecker, Carina Linsboth, Selina Madlmayr, Lea Paradzik, Aaron Petrasch, Adla Pilipowitsch, Isabel Schölmbauer, Fabian Schopper, Antonia Schuster, Marie STockinger, Matthias Trattner, Anna Vaclavek, Eva Wolkerstorfer |