BITTE BEACHTEN SIE! Unser Spielplan enthält die DERZEIT feststehenden Termine der Spielzeit 2011/2012! Spätere Vorstellungen werden noch fixiert und laufend aktualisiert!
Zu allen neuen Stücken gibt es auch wieder Fotos und Trailer! |
An der Arche um acht von Ulrich Hub
„An der Arche um acht! Wer zu spät kommt, ertrinkt!“ Mit dieser Nachricht warnt die Taube die zwei Pinguine, die gelangweilt im ewigen Eis sitzen. Diese Nachricht kommt von Gott höchstpersönlich, der eine gewaltige Sintflut plant, um auf der Erde einen Neuanfang zu wagen. Er hat es satt, den im Streit liegenden Menschen und Tieren länger zuzusehen. Die Krux des göttlichen Vorhabens: Jede Tierart erhält nur zwei Tickets für die rettende Arche Noah. Das stellt die beiden Pinguine vor ein großes Problem: Was tun mit dem dritten Pinguin, der zwar immer grantig, aber trotzdem ihr Freund ist und den sie nicht im Stich lassen wollen? Und überhaupt haben sie auf einmal viele Fragen. Wer von ihnen darf überleben und wer soll ertrinken? Und warum? Wieso lässt Gott so eine Ungerechtigkeit zu? Und außerdem, wo ist er überhaupt? Doch Pinguine wären keine echten Überlebenskünstler, wenn sie nicht auch hier eine Möglichkeit fänden, um gemeinsam auf die rettende Arche zu kommen.
Auf wunderbar komische, respektlose, befreiende und gleichzeitig gehaltvolle Art und Weise nimmt die Geschichte von Ulrich Hub den biblischen Mythos von der Sintflut zum Anlass, um über Glauben und Nichtglauben, über höhere Gebote und Selbstbestimmung, über Solidarität und Freundschaft nachzudenken.
Darwins Erbe von Evelyne de la Chenelière
Der etwa 14-jährige Julien hat es gut getroffen. Er ist der Sohn wohlhabender Eltern, und durch ein paar Tricks konnte er es arrangieren, dass er den Sommer allein daheim verbringen kann. Freiheit pur! Doch die gute Stimmung hält nicht lange an, denn dummerweise ist er in eine heikle Situation geraten: Julien ist auf Georgie hereingefallen, der ihm die Teilnahme an einem Pyramidenspiel schmackhaft gemacht hat. Laut dessen Aussage hätte Julien innerhalb von zwei Wochen sehr viel Geld bekommen, wenn er vorab eine gewisse, nicht eben niedrige Summe Georgie leihen würde. Und Julien hat daran geglaubt, hat selber Geld geliehen von Luc, dem „Geschäftemacher“ und von Jacques, seinem besten Freund, der aus armen Verhältnissen stammt und seit über einem Jahr auf ein Fahrrad spart. Nun ist der Tag der Abrechnung gekommen. Luc fordert sein Geld mit Zins und Zinseszins zurück. Auch Jacques hätte gerne seine Ersparnisse wieder. Nur mehr drei Stunden hat Julien Zeit! Beim fieberhaften Überlegen, wie diese Situation gemeistert werden könnte, kommen Julien auch mehr oder weniger philosophische und existentielle Gedanken: Ist er genug angepasst, um zu überleben? Läuft die natürliche Auslese beim Menschen tatsächliche nur über das Geld? Und würde seine Mutter, im Falle er stürbe, vor Schmerz mit ihren Fingern den Gehsteig aufreißen?
Evelyne de la Chenelière trifft in ihrem ersten, mehrfach ausgezeichneten Jugendstück Ton und Stimmung der Heranwachsenden und stellt die Frage, ob in der menschlichen Gesellschaft tatsächlich das Geld bestimmt, wer sich durchsetzen kann.
Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert von Michael Bang, Michael Schramm und Sabine Zieser
Johanna Holzschwert ist ein phantasievolles und kreatives Mädchen, das sich gerne mit Geschichte beschäftigt. Insbesondere das finstere Mittelalter hat es ihr angetan. Jede freie Minute nutzt sie, um in ihrem Geschichtsbuch zu schmökern. Bei ihren Mitschülerinnen kommt das weniger gut an, schon bald wird sie gehänselt und ihres Namens wegen verspottet. Irgendwann wird sie darüber so wütend, dass sie eine Fensterscheibe einschmeißt. Es folgen eine Aussprache beim Lehrer, ein Brief an die Eltern und deren Vorladung in die Schule. Johanna ist verzweifelt. Sie kann ihren Eltern unmöglich von den Geschehnissen berichten. In ihrer Not flüchtet sie in den Zoo, um dort ihre geliebten Erdmännchen zu besuchen. Und hier beginnt für Johanna eine Phantasiereise, die ihresgleichen sucht: Sie zieht in die Schlacht wie ihre berühmte Namensvetterin Johanna von Orléans. Doch wird auch sie siegreich sein?
"Die grandiosen Abenteuer der tapferen Johanna Holzschwert" ist ein Theaterstück, das mit viel Einfühlungs-vermögen, Witz, Tempo und positiver Energie Kindernöte ernst nimmt und ganz nebenbei Lust auf Beschäftigung mit Geschichte macht.
A Clockwork Orange nach dem Roman von Anthony Burgess
Der fünfzehnjährige Alex stammt aus gutem Haus und liebt Beethovens Neunte Symphonie. Als Anführer einer Gang sucht er gemeinsam mit seinen gleichgesinnten Freunden den absoluten Kick in Gewalt und Drogen. Jeden Abend treffen sich die Jungs und gehen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Schlägereien, Raub und sogar Mord. Bei einem dieser nächtlichen Raubzüge wird Alex von der eigenen Gang verraten, auf frischer Tat ertappt und verurteilt ins Staatsgefängnis gebracht. Nach zwei Jahren Haft meldet sich Alex freiwillig als Versuchsperson für eine neue Behandlungsmethode namens Ludovico-Technik. In diesem gewagten Experiment wird er einer Gehirnwäsche unterzogen, die ihm seine Aggressionen austreibt und ihn nur noch Gutes tun lässt, ihn aber gleichzeitig völlig willenlos macht. Ziel der Behandlung ist es, bereits den Gedanken an Gewalt zu bestrafen. Als perfekter Mensch (oder besser gesagt als willenlose Maschine) wird Alex scheinbar geheilt in die Freiheit entlassen.
Der 1917 in Manchester geborene Anthony Burgess arbeitete als Lehrer, als er im Alter von 42 Jahren zusammenbrach und die Ärzte einen Gehirntumor diagnostizierten. Das eine Jahr, das die Ärzte Burgess noch gaben, nutzte dieser und schrieb fünf Romane, aus der Motivation getrieben, seiner Frau zumindest etwas zu hinterlassen. Tatsächlich lebte Burgess noch bis 1993 und war bis zu seinem Tod als Schriftsteller tätig. Der Roman "A Clockwork Orange" machte Burgess mit einem Schlag berühmt und erlangte durch Stanley Kubricks Verfilmung 1971 Kultstatus.
Verrücktes Blut von Nurkan Erpulat und Jens Hillje
Projekttag zu Friedrich Schiller: Lehrerin Sonia Kelich möchte ihren Schülern im Bühnenspiel die Grundsätze der Aufklärung und des Sturm und Drang am Beispiel der Klassiker Kabale und Liebe und Die Räuber nahe bringen. Doch wen interessiert das schon? Kaum jemand hört, was die da vorne spricht. Dies ändert sich schlagartig, als Sonia zur Waffe greift, die einem Schüler aus der Tasche fällt. Die ganze Aufmerksamkeit liegt jetzt bei ihr. Endlich hat sie die Macht, den Jugendlichen mit Migrationshintergrund – dem Vorurteil entsprechend: bildungsfern, muslimisch, sexistisch und gewaltbereit – die Allheilmittel Bildung und „westliche Werte“ nahe zu bringen. Ihr Auftrag: die Aufklärung; ihr Mittel: Gewalt. Ein Spiel im Spiel beginnt.
In Zeiten von Polarisierung, Burka- und Minarettverbot ist mit Verrücktes Blut ein brandaktueller Text entstanden, der Klischees überzeichnet, „Wahrheiten“ und einfache Antworten zur Disposition stellt sowie den Blick direkt auf das Publikum richtet.
Im Format FREISPIEL – Theater mit Jugendlichen und Erwachsenen wird das Stück mit gecasteten Jugendlichen aus Linz und Umgebung unter professionellen Produktionsbedingungen erarbeitet.
Marsmädchen nach dem gleichnamigen Roman von Tamara Bach
Miriam ist 15 Jahre alt und mal mehr, mal weniger mit sich zufrieden. Sie lebt in einer Kleinstadt, mit ihrer besten Freundin raucht sie heimlich auf dem Schulklo und hört deren neuesten „Jungsgeschichten“ zu, mit ihrer Mutter streitet sie manchmal, ihr großer Bruder Dennis ist eher wortkarg und hat seine eigenen Freunde. Eigentlich ist alles ganz normal – furchtbar langweilig normal! Miriam fährt mit dem Rad durch die Gegend, wie ein Marsmädchen fühlt sie sich – so weit entfernt von allen anderen. Sie wünscht sich in eine „richtige“ Stadt, wo es nach U-Bahn riecht, die unterschiedlichsten Menschen zu beobachten sind und das prickelnde Gefühl von Freiheit und Abenteuer in der Luft liegt ... Da kommt eines Tages Laura in ihre Klasse, die Neue aus der Stadt. Sie schaut Miriam ganz lange an, sodass diese ein Kribbeln im Bauch spürt und ihr das Herz bis zum Halse klopft. Miriam trifft Laura mit Philipp, deren besten Freund. Die beiden wirken wie aus einer anderen, zauberhaften Welt. Und Miriam? Miriam redet mit Laura, und dabei vergisst sie alles um sich herum. Miriam und Laura gehen tanzen, fahren raus auf die Wiesen und sind sich plötzlich ganz nah – zwei Marsmädchen mit klopfenden Herzen. Miriam ist verliebt, zum ersten Mal, sie will nur noch bei Laura sein, für immer und ewig – aber was bedeutet das, wenn ein Mädchen ein Mädchen küsst?
Der 2004 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Debütroman von Tamara Bach erzählt einfühlsam und atmosphärisch, ehrlich und direkt alle Höhen und Tiefen einer ersten Liebe. Er stellt dabei die Frage nach Anerkennung und Freiheit, Freundschaft und Vertrauen, hinterfragt Mädchenwelten und Liebesklischees. Eine eindrucksvolle Geschichte über die Suche nach Identität, die Mut macht, den eigenen Weg zu gehen!
Linie 1 von Volker Ludwig (Text) und Birger Heymann (Musik)
Ein junges Mädchen aus der Provinz, von Zuhause ausgerissen, landet am Bahnhof einer Großstadt. Sie ist auf der Suche nach ihrem „Märchenprinzen“ Johnnie, einem Berliner Rockmusiker. In der Bahnhofshalle trifft sie auf die Überreste der Nacht, Penner, Spinner, eine alkoholisierte Nachtschwärmerin, nur nicht auf Johnnie. So macht sie sich mit der U-Bahn-Linie 1 auf den Weg in die Neustadt und gerät in einen Strudel von Begegnungen mit Typen der anderen Art... Eine Show, ein Drama, ein Musical über Leben und Überleben in der Großstadt, über Hoffnung und Anpassung, Mut und Selbstbetrug, zum Lachen und Weinen, zum Träumen - und zum Nachdenken über sich selbst.
FREISPIEL - Theater mit Jugendlichen und Erwachsenen: Das waren in der Spielzeit 2010/11 38 Jugendliche und Erwachsene, die das Berliner Kultmusical erarbeitet und mit großem Erfolg auf der Kammerspielbühne gezeigt haben.
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Premiere 07. Oktober 2011
Empfohlen für alle ab 6 Jahren
Schauspiel im u\hof:
Inszenierung: John F. Kutil Bühne und Kostüme: Jan Hax Halama Musik: Franz Fliege Stoegner
Premiere 28. Oktober 2011
Empfohlen für alle ab 11 Jahren
Österreichische Erstaufführung
Schauspiel im u\hof:
Inszenierung: Michael Schachermaier Bühne und Kostüme: Julia Kopa
Premiere 30. November 2011
Empfohlen für alle ab 8 Jahren
Österreichische Erstaufführung
Schauspiel im u\hof:
Inszenierung: Nora Dirisamer Bühne und Kostüme: Caroline Stark Musik: Rainer Lanzerstorfer
Premiere 25. Februar 2012
Empfohlen für alle ab 16 Jahren
Schauspiel in den Kammerspielen
Eine Produktion von u\hof: und Schauspiel
Inszenierung: John F. Kutil Bühne: Rainhard Taurer Kostüme: Natascha Wöss. Musik: Franz Flieger Stoegner Video: Bernd Kranebitter Kampfchoreografie: Josef J. Borbely
Premiere 7. April 2012
Empfohlen für alle ab 15 Jahren
FREISPIEL. Schauspiel im Eisenhand
Inszenierung: Asli Kislal Szenische Einrichtung und Kostüme: Magdalena Wiesauer
Premiere 28. April 2012
Empfohlen für alle ab 13 Jahren
Österreichische Erstaufführung
Schauspiel u\hof: im Eisenhand
Inszenierung: Margit Mezgolich Bühne und Kostüme: Alexandra Burgstaller
Wiederaufnahme-Premiere 19. Oktober 2011
Empfohlen für alle ab 12 Jahren
FREISPIEL. Theater mit Jugendlichen und Erwachsenen in den Kammerspielen
Inszenierung: Kevin E. Osenau Musikalische Leitung: Nebojsa Krulanovic Choreografie: Ilja van den Bosch, Daniel Morales Perez Bühne: Jan Hax Halama Kostüme: Silke Fischer, Dido Viktoria Sargent
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